Adalbert Stifter (1805-1868)

Holzstich von Otto Rothaus in einer illustrierten Zeitung zu dem Artikel "Ein jüngstbeschlossenes Dichterleben", 1868 (StadtMuseum Bonn, Inv.-Nr.: SMB 2008/076a)
Holzstich von Otto Rothaus in einer illustrierten Zeitung zu dem Artikel "Ein jüngstbeschlossenes Dichterleben", 1868 (StadtMuseum Bonn, Inv.-Nr.: SMB 2008/076a)

In seinem Lektürebüchlein verzeichnete Schumann 1845 die Studien des österreichischen Dichters und fand sie in Teilen sehr anziehend, in Teilen aber auch schwach. Die ab 1844 in mehreren Bänden erschienenen Studien von Stifter enthalten Erzählungen wie Der Condor, Feldblume, Das Haidedorf und Der Hochwald. Schumann vermerkte außerdem Das Narrenschiff in seinem Tagebuch. Zu persönlichen Begegnungen mit Stifter kam es während Schumanns Aufenthalt in Wien 1847, die er noch Jahre später in Endenich in einem Brief an Bettina von Arnim erwähnt: „Noch erinnere ich mich […] der dichterischen Studien von Adalbert Stifter, namentlich des Hochwald und der Narrenburg. […] in Wien war ich mehreremal [!] in Gesellschaft mit ihm bei Frau von Pereira und in unsrer eigenen Wohnung, ihn zu einer musikalischen Matinee einladend.“

(Sigrid Lange)