Der exotisch anmutende und deshalb gelegentlich fälschlich als „Moschee“ bezeichnete Gartenpavillon im orientalischen Stil trägt seinen Namen aufgrund der ehemals dunkelblauen Ausmalung des Gewölbeinneren. Bauherren waren die Eheleute Serre, die den „Kiosk“ 1848 an der Hangkante zum Müglitztal unter Beteiligung ihres sie wie seine „2ten Eltern“ verehrenden und aus Java stammenden Freundes Raden Saleh errichten ließen, der nach seiner Ausbildung als Maler in den Niederlanden in und um Dresden arbeitete und von 1839 bis 1849 zum Künstlerkreis um die Serres gehörte.

Der Pavillon, der sicher 1849 auch zu den Ausflugszielen der Schumanns gehörte, ist heute samt dem umliegenden Grundstück in Privatbesitz und wurde liebevoll und aufwendig restauriert. Die Besitzer bieten freundlicherweise einmal jährlich am „Tag des offenen Denkmals“, manchmal auch an einem weiteren Tag im Jahr öffentliche Führungen an, die über die Internetseite in Erfahrung zu bekommen sind.

(I.B.)